Hansüß, des steussen tochter
Hansüß, des steussen tochter;
Geldleiherin
Geb./Gest. urkundlich belegt 1388-1410
Herkunft, Verwandtschaften
Wien: Urgroßmutter: Plume von Klosterneuburg, Großmutter: Rachel Redl; Großvater: Abraham Hendl, Rabbiner; Vater: David Steuss, Großfinanzier.
LebenspartnerInnen, Kinder
Ehemann: Meir bar Baruch ha-Levi = Meister Meir von Erfurt, Rabbiner (seine und vielleicht auch ihre zweite Ehe; Meir war etwa 60 Jahre alt); Kinder: nicht bekannt; einmal ist ein Sohn Salman genannt, aber vermutlich der Sohn Meirs aus erster Ehe.
Laufbahn
Vergab Darlehen eigenständig oder in Kooperation mit dem Ehemann oder anderen Juden und Jüdinnen, geringe bis mittlere Kredite zwischen 3 und 218 Pfund an Wiener BürgerInnen; 132 Gulden an den Abt Otto von Zwettl (1403). Besaß in Wien ein großes Haus, genannt „Cantorey“ am Judenplatz.
Anekdoten, Zitate:
H. fügte ihrem Namen immer den Vatersnamen Steuss bei, nicht, wie im jüdischen Recht üblich, den Namen ihres Ehemannes.
Literatur
Keil 1999/2000 Martha Keil