Horovitz Stefanie
Geb. 17.4.1887 in Warschau, Polen
Gest. in
Ausbildungen
1907 Matura in Wien, Studium an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, 1913/14 Promotion zum Dr.phil. Dissertation „Über die Umlagerung des Chinins mit Schwefelsäure".
Laufbahn
Ab 1913 freie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Wiener Institut für Radiumforschung, seit Anfang 1914 bis Ende des 1. Weltkriegs mehrjährige Mitarbeit an Atomgewichtsbestimmungen des Chemikers Otto Hönigschmid. In den 1920er und 30er Jahren Mitglied im Verein für Individualpsychologie, dort Engagement als Erziehungsberaterin, Einrichtung von Erziehungsberatungsstellen, 1924 zusammen mit Alice Friedmann Einrichtung eines Erziehungsheims in Wien 6, Linke Wienzeile 36, das vorübergehende Aufnahme und Behandlung Kinder und Jugendlicher ermöglichen sollte, bei gleichzeitiger Beratung der Eltern, Zusammenarbeit individualpsychologischer Pädagogen und Ärzte; Organisation von individualpsychologischer Sommerferienwochen für Kinder und Jugendliche. 1937 mit unbekanntem Verbleib abgemeldet. Kehrte vermutlich zu ihrer unverheirateten Schwester nach Warschau zurück. Es wird angenommen, dass die Schwestern das nationalsozialistische Regime nicht überlebten.