Bruecke-Teleky Dora
Geb. 5.7.1882 in Hinterbrühl, NÖ
Gest. 19.4.1963 in Stäfa/Züricher See, Schweiz
Herkunft, Verwandtschaften
Vater: Hermann Teleky (1837-1921), Dr.med., Arzt für Allgemeinmedizin in Wien; Mutter: Marie, geb. Koritschoner; Bruder: Ludwig (1872-1957), Dr.med.
LebenspartnerInnen, Kinder
1930 Heirat mit dem Physiologen Ernst Theodor von Bruecke (1880-1941).
Ausbildungen
Studium der Medizin in Zürich, Wien und Straßburg. 1904 Promotion in Wien als eine der ersten Ärztinnen an der Wiener Universität.
Laufbahn
1905-07 Operationszögling an der I. Chirurgischen Univ.-Klinik (Prof. Eiselsberg), 1907-11 II. Univ. Frauenklinik, Wien. 1910 erste Schulärztin für die von Mädchen besuchten Fortbildungsschulen in Wien, Expertin im Wiener Stadtschulrat. 1911-14 Urolog. Abt., Krankenhaus der Israelitischen Kultusgemeinde. Fachärztin für Geburtshilfe u. Gynäkologie in Wien. 1916-18 Leitung eines Garnisonspitals (Military Surgical Hospital), Wien. 1919 Gründung der „Organisation der Ärztinnen Österreichs" in Wien. Mitarbeit bei der Organisation der Wiener internationalen Fortbildungskurse der Wiener medizinischen Fakultät unter Adolf Kronfeld. 1920-38 Privatpraxis für Gynäkologie und Geburtshilfe, Wien. Ab 1923 Schulärztin der Lehrerinnenbildungsanstalt in Wien, Lehrauftrag für Hygiene und Biologie ebd., 1939 zus. mit Ehemann Emigration nach Boston. Juli 1940 Ablegung des „Medical State Board Examination", anschließend Gynäkologin in Boston. 1950 Übersiedlung nach Stäfa/CH. Veröffentlichte wissenschaftliche Publikationen in Geburtshilfe, Gynäkologie und Urologie. Verfasserin einzelner Kapitel von Lehrmittelbehelfen.
Mitglsch. Ehrungen: Vorsitzende und Delegierte des 1922 gegründeten Ärztinnenverbandes (Medical Women's International Association) zum internationalen Ärztinnenkongress in Bologna, 1931 zum 6. Internationalen Ärztinnenkongress in Wien. Präsidentin der Organisation der Ärztinnen Wiens.
Dora Bruecke-Teleky Award des Alumni Clubs der Med. Uni Wien und der Gesellschaft der Ärzte.
Quellen
Tagblattarchiv (Personenmappe).
W.: „Der VI. Ärztinnenkongress in Wien“ (1931)