Markus Winnie

Geb. 16.5.1921 in Prag-Smichov, Tschechoslowakei (Praha, Tschechien)

Gest. in

Markus Winnie, Winifred Maria Eveline; Schauspielerin Geb. Prag-Smichov, Tschechoslowakei (Praha, Tschechien), 16.5.1921 Gest. München, Deutschland, 9.3.2002

Herkunft, Verwandtschaften

Wuchs in Prag auf. Ihre Familie gehörte zur deutschsprachigen Bevölkerungsgruppe, die nach dem Zusammenbruch der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie in der Tschechoslowakei verblieben war. Vater: Exportkaufmann.

LebenspartnerInnen, Kinder

1. Verheiratet mit Heinz Zellermayer; Sohn: Alexander (1951-1982). 2. 1959 Heirat mit Adi Vogel, Unternehmer; Tochter: Diana (*1961).

Ausbildungen

Englisches Gymnasium Prag, Ballettausbildung in Prag, 1937-39 Schauspielunterricht am Reinhardt-Seminar Wien.

Laufbahn

1939-45 Theater in der Josefstadt, ab 1945 an Berliner Theatern tätig (u. a. 1945-46 Schlossparktheater, 1947-48 u. 1952-54 Renaissancetheater, 1948-51 Schillertheater) sowie − nach einer 20-jährigen Pause nach ihrer 2. Verehelichung − 1983-1985 in München (Kleine Komödie). Wurde bereits in ihrem ersten Bühnenjahr für den Film entdeckt und spielte in dem Erfolgstreifen „Mutterliebe” (1939, Ucicky) der Wien-Film-Produktion. Bis 1945 drehte W. M. 25 Filme. Spätere Hauptrollen in „Hokuspokus”, „Adrienne Ambrossat”, „Die Affäre Dreyfuß”, „Der ideale Gatte”. Gründete nach 1945 gem. mit Viktor de Kowa die Filmproduktionsgesellschaft Studio 45-Film GmbH. Berlin, die den ersten mit britischer Lizenz hergestellten Spielfilm produzierte („Sag’ die Wahrheit”, 1946). Trat während der 1990er Jahre verstärkt auch als Fernsehschauspielerin hervor.

Auszeichnungen, Mitgliedschaften

1986: Filmband in Gold für langjähriges und hervorragendes Wirken im deutschen Film, 1988: Bundesverdienstkreuz.

L.: Degener 1955, Holba 1984, Kosch 1960, Kürschner 1956, Keckeis/Olschak 1953/54, ÖBL (unpubl.), Reinert 1946, Wikipedia