Seidler Alma
Geb. 8.6.1899 in Leoben, Stmk.
Gest. 8.12.1977 in Wien
Herkunft, Verwandtschaften
Vater: Ernst Seidler von Feuchtenegg (1862-1931), Staatsmann und Universitätsprofessor.
LebenspartnerInnen, Kinder
Verheiratet mit dem Regisseur Karl Eidlitz (1894-1981), der ab 1919 am Burgtheater engagiert war, mit Ausnahme der Jahre 1938-1945, die er im Schweizer Exil verbrachte.
Ausbildungen
A. S. erhielt privaten Schauspielunterricht.
Laufbahn
A. S. war 1918-77 Mitglied des Ensembles des Wiener Burgtheaters. Sie gab wenige Gastspiele, in Berlin und diversen anderen deutschen Städten, in der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden. Wiederholt trat sie bei den Salzburger Festspielen auf. A. S. war auch beim Rundfunk tätig und trat nach 1945 öfters in Spielfilmen auf.
Sehr großes Repertoire (klassische, moderne, tragische und komische Rollen). Hauptrollen: Käthchen von Heilbronn, Rosalinde, Heilige Johanna (Shaw), Heilige Johanna (Claudel), Stella, Marie (Clavigo), Viktoria (Mädchenjahre einer Königin), Cleopatra (Shaw), Prinzessin (Torquato Tasso) u. a. Filmrollen u. a. in „Drei Männer im Schnee" (1955).
Ausz., Mitglsch.: Die Kammerschauspielerin war ab 1960 Ehrenmitglied des Burgtheaters und erhielt 1959 die Kainz-Medaille. Werner Krauß, der 1959 verstorbene Träger des Iffland-Ringes, hätte nach Aussage seiner Witwe den Ring A. S. hinterlassen, wäre nicht durch die Tradition eine Frau ausgeschlossen gewesen. 1978 wurde als weibliches Gegenstück zu dieser traditionsreichen Auszeichnung der A.-Seidler-Ring für die bedeutendste Bühnenkünstlerin des deutschen Sprachraums gestiftet (erste Trägerin 1979 Paula Wessely, seit 2000 Annemarie Düringer); Verkehrsflächenbenennung: Seit 2000 gibt es in Wien, 23. Bezirk den Alma-Seidler-Weg. Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof.
Quellen
Tagblattarchiv (Personenmappe).