Stradal Hildegard
Geb. 5.5.1864 in Wien
Gest. 1949 in Mecklenburg
Herkunft, Verwandtschaften
Tochter des Musikpädagogen Zweigelt.
LebenspartnerInnen, Kinder
1888 Heirat mit August Stradal (1860-1930), Pianist, Lisztschüler und -interpret.
Ausbildungen
Klavierunterricht von ihrem Vater, Gesang bei Karoline Pruckner.
Laufbahn
War als Konzertsängerin (Mezzo-Sopranistin) und Gesangsprofessorin tätig. Sie führte u. a. auch Werke ihres Mannes auf, mit dem sie viele Jahre auf Konzertreisen verbrachte. H. St. publizierte musikalische Aufsätze in Zeitungen und ab 1890 mehrere Gedichtbände. Später veröffentlichte sie auch Dramen und Erzählungen. Zu ihrem Schaffen zählen u. a. das Gedicht „Die Wolken hängen grau hernieder“, das von Ludwig Ferdinand von Bayern vertont wurde; eine Übersetzung von Victor Hugos „Les rayons et les ombres“ ins Deutsche aus dem Jahr 1897; die Herausgabe von „August Stradals Lebensbild"; sowie die „Pusztalieder“, von denen „Auf der Puszta“ 1897 vertont wurde. Ihre Briefe an Alfred Pellegrini aus dem Jahr 1945 sind erhalten. Es befindet sich eine Gedenktafel am Wohnhaus H. St.s in Wien.
Quellen
Nachlass der Briefe an Pellegrini in der Sammlung der Musikerbriefe der ÖNB.
Literatur
Eisenberg 1891, Eisenberg 1893, Kürschner 1973, Pataky