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Wesendonck Mathilde

LyrikerinMäzeninÜbersetzerin

Geb. 23.12.1828 in Elberfeld, Deutsches Reich (Deutschland)

Wesendonck Mathilde, eigentl. Agnes; Lyrikerin, Übersetzerin und Mäzenin

Geb. Elberfeld, Deutsches Reich (Deutschland), 23.12.1828

Gest. Traunblick, OÖ, 31.8.1902

Herkunft, Verwandtschaften

Tochter des kgl. Kommerzienrates Karl Luckemeyer; Mutter: Johanna, geb. Stein. Wuchs in Düsseldorf auf.

LebenspartnerInnen, Kinder

Geliebte Richard Wagners, heiratete 1848 den Kaufmann Otto Wesendonck (1815-1896); Kinder: Paul (1849-1850); Myrrha, verh. von Bissing (1851-1888); Guido (1855-1858); Karl (*1857); Hans (1862-1882).

Freundschaften: Das Ehepaar Wesendonck zahlte nicht nur die Schulden Richard Wagners, sondern bot ihm auch an, in ihrem Gartenhaus zu wohnen und den „Ring der Nibelungen“ zu vertonen. Durch sie empfing er die Anregung für seine Oper „Tristan und Isolde“.

Laufbahn

Kam 1872 mit ihrem Mann nach Dresden, nachdem sie im Zuge antideutscher Demonstrationen aus Zürich vertrieben wurden und lebte ab 1885 in Berlin. Sie trat nie aus dem Schatten ihres Mannes hinaus, der Richard Wagner unterstützt hatte, als dieser nach seiner Flucht vor der Revolution in der Schweiz lebte. In ihrem Haus hielt sie einen literarischen Salon, der sich aus der Züricher Intelligenz zusammensetzte. Nach dem Tod ihres Mannes verbrachte sie ihre letzten Lebensjahre auf ihrem Landsitz in Traunblick. Nach ihrem Tod versuchte Wagner, die Veröffentlichung der Briefe an M. W. zu verhindern. Nach einem Rechtsstreit kam es 1903 und 1905 dennoch zu einer Veröffentlichung. Ihr nach dem klassischen Vorbild Euripides’ gestaltetes Drama „Alkestis“ ist das einzige ihrer Dramen, das aufgeführt wurde. Die Uraufführung fand am 16.4.1881 in Dresden statt.

Auszeichnungen

Straßenbenennung in Wuppertal.

Werke

„Märchen und Märchenspiele“ (1864), „Naturmythen“ (1865), „Deutsches Kinderbuch in Wort und Bild“ (1869), „Friedrich der Große. Dramatische Bilder“ (1871), „Edith oder die Schlacht bei Hastings. Ein Trauerspiel“ (1872), „Kalypso“ (1875), „Alkestis. Schauspiel in vier Aufzügen“ (1881), „Heil dir, Friedrich deutscher Kaiser!“ (1888), „Alte und neue Kinderlieder und Reime“ (1890), „Rotkäppchen. Märchenspiel in vier Aufzügen“ (1927)

Literatur

Internationales Institut für Jugendliteratur und Leseforschung 1999, Johannes Brahms und Mathilde Wesendonck 1943, Klotz 1999, König 2000, Meine erste und einzige Liebe 2002, Richard Wagner an Mathilde 1904, www.frauenstadtarchiv.de/lexikon/